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Staufer Spiel ,

16,40
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Produkt Nr.: 295 Artikel Nr. F 17 10 00. Kategorien: , .

Staufer Spiel, mit Holzstäbchen und Würfel, Kästchen aus Erle in den Maßen von ca. 8,5 x 8,5 x 8,5 cm, mit Bio-Öl eingeölt, Deckel aus Buche Sperrholz mit Magnet.

Das Staufer-Spiel will Sie dazu aufmuntern: Übe dich in heiterer Gelassenheit.

 

Die Sage vom Staufer Spiel

von Günther Hofmann

Munter war einst das Leben auf dem Hohenstaufen. Die Ritter und die Hofleute waren frohe Leute. Sie standen mit der Sonne am Morgen auf, beteten, arbeiteten, feierten und spielten. Am Abend saßen sie zusammen, erzählten sich vom Tag, von ihren Sorgen und ihren Freuden. Und immer wieder kamen fahrende Sänger, die Kunde brachten von nah und fern und die alten Lieder sangen.
Jeder auf der Burg hatte sein Amt und alles hatte seine Ordnung. Und der alte Ritter Gottfried hatte eine besondere Aufgabe. Er hütete das von den Vorfahren überkommene Spieldösle. Das was den alten Kelten ihr Zaubertrank gewesen war – so hieß es – das war den Staufern ihr Spieldösle. Jeder Mann und jede Frau bekam mit dem 12. Geburtstag vom alten Ritter Gottfried ein solches Kleinod. Und jeder und jede bewahrte es gut auf und betrachtete es als eine Kostbarkeit.

Und jeden Abend, wenn die Arbeit getan und Gott gedankt war, saßen die Staufer zusammen und spielten. Und damit es auch da mit rechten Dingen zuging, und keiner eigenwillig die überlieferten Regeln abänderte, wachte Ritter Gottfried.

Die Lebenslust der Staufer war bekannt von der Nordsee bis hinunter nach Sizilien. Doch nicht alle teilten die stauferische Lebensfreude. Denn die Staufer hatten auch ihre Feinde. Und die sannen danach, den Staufern ihre heitere Gelassenheit gründlich auszutreiben. Und da hatten sie schon manches Mal den Hohenstaufen berannt. Doch die Belagerten waren stets fröhlich, auch beim Kampf. Selbst unter den Verwundeten und den Frauen, die sie pflegten, herrschte eine heitere Gemütsart.

Und wieder einmal wurde die Burg auf dem Hohenstaufen belagert. So brenzlig wie diesmal war die Lage noch nie gewesen. Die Belagerer forderten nicht etwa die Übergabe der Burg, nein, darum ging es ihnen gar nicht. Sie forderten die Übergabe sämtlicher Spieldösle! Und auch das genügte ihnen noch nicht. Sie wollten auch noch dazu die Spielanleitung für das Spieldösle, die der alte Ritter Gottfried wie einen Schatz hütete! Die Lage auf dem Hohenstaufen ließ den Belagerten keine Wahl. Sie mussten sämtliche Spieldösle samt Spielanleitung dem Feind übergeben. Doch nicht genug damit! Hatten die Belagerten etwa erwartet, dass die Feinde nun mit den Spieldösle spielten und froh und munter würden? Weit gefehlt! Die Belagerer blieben missmutig, übel gelaunt und bockig wie sie waren. Sie verbrannten die Spieldösle und die Spielanleitung vor den Augen der entsetzten Männer und Frauen auf der Burg! Den alten Ritter Gottfried traf das wie ein Pfeil ins Herz. Er sank tot zu Boden.

Als die Belagerer ihr Werk der Zerstörung vollbracht hatten, zogen sie ab. Die Belagerten erholten sich langsam von ihrem Schreck. Aber die Lebensfreude blieb von da an getrübt. Was sollten sie tun? Natürlich schnitzten sie sich wieder Spieldösle. Aber seit dem Tod des alten Ritters Gottfried spielte jeder nach eigenen Regeln. Das verdross die Leute auf dem Hohenstaufen und im ganzen Land immer mehr, bis keiner mehr Lust zum Spielen hatte und die Spieldösle schließlich vergessen waren.

Aber hatte der alte Ritter Gottfried vor seinem Tod nicht etwas gesagt? Doch das hatte er. Als ob er seinen Tod geahnt hätte, hatte er einige Tage zuvor geäußert, es werde irgendwann in fernen Jahrhunderten irgendjemand die alte Spielanleitung wieder finden. Und dann werde im Stauferland die Lebensfreude wieder einkehren!

Bis dahin würden sich die Leute immer heftiger streiten. Über Jahrhunderte werde der Streit immer heftiger werden. Es würde heftige Machtkämpfe und Kriege geben, bis endlich die alten Spielregeln unweit vom Hohenstaufen in einem kleinen Dorf unter dem Aichelberg wieder gefunden würden.

 

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